Für die zukünftigen eigenen vier Wände sind Bausparverträge die erste Wahl

Die Art der Sparverträge hängt immer von den Zielen ab. Für das Eigenheim sind Bausparverträge und Banksparpläne immer die erste Wahl. Wer auf seiner Wunschliste das Eigenheim oder die Eigentumswohnung stehen hat, sollte schon frühzeitig mit kleinen Sparraten beginnen.

Bausparverträge haben bei vielen Leuten nicht den besten Ruf …

Der Bausparvertrag, ein Überbleibsel aus vergangener Zeit, geringe Verzinsung, beim Bau oder Kauf einer Immobilie nur ein Tropfen auf den heißen Stein und viel zu unflexibel. Auch gefährden die späteren Bauspardarlehen, wegen der hohen Tilgung, das Haushaltsbudget.

Diese pauschalen Aussagen sind in Ansätzen richtig, wenn kein für die eigene Situation abgestimmter Bauspartarif gewählt wurde, oder die Bausparsumme zu hoch angesetzt wird. Aber bei dem Produkt Bausparvertrag hat sich in den letzten Jahren einiges bewegt. Vorbei sind die Zeiten, als Bausparkassen zwei unterschiedliche Tarife angeboten haben. Heute steht man als Sparwilliger einem Angebot von über 60 Tarifen gegenüber und mit Tilgungszeiten von bis zu 25 Jahren. Wohl dem, der auf einen unabhängigen Berater zurückgreifen kann, der dann die Spreu vom Weizen trennt …

Gerade bei einer späteren Immobilieninvestition sind und bleiben Bausparverträge eine Überlegung wert. Und das gilt gerade für Sparer, die besonderen Wert auf Sicherheit legen.

Verlieren Sie nie Ihr Ziel aus den Augen …

Bausparen und Bausparverträge sind für zukünftige Immobilienbesitzer eine sinnvolle AlternativeWie heißt es so schön, jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn das Thema Eigenheim bei Ihnen ganz oben auf der Wunschliste steht, dann ist es auch ein Teil Ihres Vermögensaufbaus. Natürlich kann man darüber streiten, ob ein Eigenheim sinnvoll oder nicht sinnvoll ist, aber letztendlich ist immer die persönliche Meinung entscheidend. Es gibt keine allgemein gültige Regel.

Und wenn nun das Einfamilienhaus oder die Eigentumswohnung Ihr Ziel ist, dann beginnen Sie sich diesem Ziel zu nähern. Sie sollten dabei aber nicht auf Abwege geraten. Kapitallebensversicherungen, Fondspolicen, Riester-Verträge und Rürup-Renten sind mit Vorsicht zu genießen, auch wenn alle diese Produktlösungen in den Himmel heben. Diese Angebote sind Maßnahmen für die Altersvorsorge, und die Sparer erhalten Ihr Geld in Form einer lebenslangen Rente zurück. In vielen Fällen ist das die richtige Entscheidung, doch wer in seine Lebensplanung auch das eigene Haus, die eigene Wohnung und folglich auch Kredite einbindet, fährt mit einem Wechsel kurzer Sparverträge und schneller Kredittilgung besser.

Fangen Sie schon früh an zu sparen …

Bei vielen Menschen besteht der Wunsch nach den eigenen vier Wänden schon während der Ausbildungs- oder Studienzeit. Das wichtigste ist natürlich die Fortbildung und Karriere. Nehmen wir einmal ein Beispiel: In circa acht Jahren wollen Sie eine Eigentumswohnung kaufen. Die Wohnung wird rund 200.000 Euro kosten. Damit die Finanzierung  auf gesicherte Füsse steht und der Zinssatz akzeptabel ist, sollten dann rund 50.000 Euro Eigenkapital vorhanden sein.

Das Ziel erfordert bei einem angenommenen Zinssatz von 2,50 % für sichere Verträge monatliche Sparraten von knapp 500 Euro. Das da dann junge Menschen hin und her gerissen sind, ist kein Wunder.  Gerade für Berufseinsteiger ist das eine große Hürde. So gibt es auch immer die Gruppe von Menschen, die Wohneigentum als nicht sinnvoll einstufen.

Diesen Leuten ist nicht zu helfen, denn es ist eine persönliche Einstellungssache. Deshalb werden die Wohneigentumsbefürworter auch immer nach dem Grundsatz handeln, anfangen ist besser, als gar nichts zu tun. Und deshalb werden Berufsanfänger auch mit 100 oder 200 Euro beginnen und versuchen, die Beiträge durch die berufliche Weiterentwicklung auf 400 oder 500 Euro zu erhöhen. Und gerade diese Menschen sollten sich intensiv mit den Bausparverträgen und Banksparverträgen beschäftigen, weil Alternativen gefährlich sind.

Bausparvertrag oder Banksparvertrag …

Die Ansparphase …

Bausparen und Bausparverträge, der Grundstein zum EigenkapitalNehmen wir jetzt als Beispiel einen Standardtarif einer großen Bausparkasse. Beim Standardtarif liegt das Mindestsparguthaben bei 50 %. Wer jetzt einen Bausparvertrag über 30.000 Euro abschließen will, muss zunächst  noch 1 % als Abschlußgebühr auf den Tisch legen.

Werden die 300 Euro nicht als gesonderte Einzahlung entrichtet, wird die Abschlussgebühr mit den ersten Sparraten verrechnet.  Die monatliche Regelsparrate beträgt 5 Promille der Bausparsumme, somit sind in diesem Beispiel monatlich 150 Euro fällig.

Der Guthabenzins beträgt 0,5 %  bis 1 % pro Jahr und wird für die gesamte Sparzeit garantiert. Die Zinserträge unterliegen der Abgeltungssteuer und des Solidaritätszuschlages. Doch in diesem Beispiel ist selbst bei einer Ansparung von 15.000 Euro nicht zu befürchten, dass der Freibetrag ausgeschöpft wird.

Die Kreditphase

Nach der Sparphase kommt beim Bausparvertrag die Kreditphase und somit die Tilgungszeit. In unserem Beispiel  wird ein Darlehen von rund 15.000 Euro zugeteilt. Darlehensgebühren, wie von Bausparkritikern häufig angeführt, gehören in Deutschland der Vergangenheit an. Somit wird das Darlehen zu 100 % ausgezahlt.

Der Sollzins liegt bei 2,50 % , und die Rate für Zins und Tilgung beträgt 5 Promille der Bausparsumme, also 150 Euro pro Monat. Das Bauspardarlehen ist somit mit 117 Raten vollständig getilgt.

Um jetzt den Bausparvertrag mit einem Banksparvertrag zu vergleichen, darf man jetzt nicht die Sparraten und Tilgungsraten addieren.  Für den Vergleich werden die Sparraten jetzt auf einen Banksparvertrag übertragen. Anschließend stellt man sich die Frage: Wie hoch darf der Sollzins für ein Bankdarlehen sein, wenn für die Rückzahlung des Bankdarlehens die Raten der Bausparkasse verwendet werden?

Der Bankkredit darf nicht teurer als das Bausparkassen-Modell sein

Schauen wir ins Internet, Banksparverträge sind derzeit im Mittelwert mit rund 2,33 % verzinst. Auch hier haben wir mit der Abgeltungssteuer und dem Solidaritätszuschlag kein Problem, weil die Zinsbeträge unterhalb des Freibetrages liegen.

Bei Banksparverträgen muss man keine Abschlussgebühr bezahlen, so dass alle Zahlungen in den Spartopf wandern. Dadurch steigt das Vermögen innerhalb von 98 Monaten auf knapp 16.500 Euro. Die erforderliche Darlehenssumme wird auf rund 13.500 Euro gemindert.

Der Kredit muss bei einer Bank aufgenommen werden, und der Sollzins ist im Gegensatz zum Bausparvertrag nicht garantiert. Berechnen können wir jetzt nur die Höhe des kritischen Sollzinses. Wenn dieser Kredit mit 117 Raten – wie beim Bauspardarlehen – von jeweils 150 Euro bedient wird, kommen 5,6 Prozent pro Jahr heraus. So viel darf der Kredit in acht Jahren höchstens kosten, um nicht teurer als die Bausparkasse zu werden.

Wenn die Zinsen in acht Jahren für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung wie zur Zeit bei 2,20 bis 3,10 % liegen, ist die Banksparplan und -kreditkombination günstiger. Sollten die Zinsen aber bei 5,5 oder 6 % pro Jahr liegen, wird die Bausparkasse vorteilhafter sein.

Und hier sehen Sie die Schwierigkeit: Es gibt keine Glaskugel, die Ihnen heute sagen kann, wie das Zinsniveau in acht Jahren sein wird. Hier hilft nur die persönliche Zinsmeinung. Die Gewissheit, ob man mit der Zinsmeinung richtig lag, hat man dann in acht Jahren.

Hinweis: Bausparkasse ist nicht gleich Bausparkasse

In diesem Beispiel haben wir nur einen Bauspartarif herangezogen. Es gibt derzeit auch Tarife mit einem Darlehenszins von 1,60 oder 2,9 Prozent. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauspartarifen sind gewaltig und manchmal gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb erhalten Sie bei uns eine genaue Gegenüberstellung der einzelnen Lösungsmöglichkeiten, mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Mit zwei Einkommen ist es leichter zu schaffen …

Gerade die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung ist für die meisten Privatleute das Hauptargument für den Abschluss eines Bausparvertrages. Und , wie oben beschrieben, wer bei der Bausparsumme die Kirche im Dorf lässt, hat dann auch eine sinnvolle Entscheidung getroffen.

Kommen wir auf unser Beispiel zurück: Es sind 50.000 Euro Eigenkapital anzusparen. Mit der jetzigen Bausparvertragslösung haben wir es in acht Jahren auf 15.000 Euro gebracht. Somit fehlen noch 35.000 Euro Eigenkapital.  Und wer jetzt bei der Wahl seines Lebenspartners fündig geworden ist, kann dann von dem Grundsatz profitieren, das hohe Ziele mit zwei Einkommen schneller zu erreichen sind. Das bedeutet, das ein zusätzlicher oder ein höherer Baussparvertrag bzw. Banksparplan bespart wird, damit das Ziel erreicht werden kann.

Fazit: Wenn das Hauptziel das Eigenheim ist, verzetteln Sie sich nicht mit diversen Vermögensanlagen, sondern arbeiten beziehungsweise sparen zielgerichtet auf Ihr Hauptziel hin. Lassen Sie sich nicht von Besserwissern irritieren, denn Ihr Eigenheim ist ein Teil Ihrer Altersvorsorge. Es zahlt sich nie aus, auf vielen Hochzeiten zu tanzen. Und bei einer eigengenutzten Immobilie gilt nun mal der Grundsatz: Je mehr Eigenkapital, desto vielfälltiger die Bankenauswahl und umso günstiger der Zins.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen oder unsere Dienstleistung für einen unabhängigen Bausparkassen- und -tarifvergleich nutzen möchten, rufen Sie uns einfach unter 040-39 87 41 42 an oder senden uns eine Nachricht.

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