Das Bauen mit einem Bauträger soll den zukünftigen Hausbesitzer entlasten

Nicht jeder, der einen Hausneubau plant, möchte sich mit Bauplänen befassen und auf der Baustelle kontrollieren, ob alles nach Plan verläuft. Deshalb entscheiden sich viele zukünftige Hausbesitzer für einen Hausneubau, der von einem Bauträger erstellt wird.

Doch so ein Bauträgervertrag kann auch so einige Tücken und Fallstricke beinhalten.

Man sollte sich bei einem Bauträgervertrag über die möglichen Risiken im Klaren sein. Das Bauen mit einem Bauträger ist zwar ein übliches Verfahren, aber es können einige Schwierigkeiten damit verbunden sein.

Bei einem Bauträgervertrag ist der Käufer nicht der Bauherr

Anders als bei einem klassischen Bauvertrag, bei dem das Haus auf dem eigenen Grundstück entsteht, ist der zukünftige Hausbesitzer hier nur Käufer. Das Grundstück gehört dem Bauträger, der Bauträger tritt als Bauherr auf, und verkauft das Grundstück mit der Bauverpflichtung an den zukünftigen Hausbesitzer.

Somit wird der zukünftige Hausbesitzer erst später zum Eigentümer, auch trotz geleisteter Abschlagszahlungen. Somit sind die Sicherheiten und Rechte des zukünftigen Hausbesitzers eingeschränkt.

Lassen Sie sich vom Bauträger nicht unter Druck setzen. Die Bauträgerverträge sind sehr umfangreich und die Materie ist für viele Käufer Neuland. Die Verträge umfassen teilweise mehr als 40, 50 Seiten. Auch die Annahme, dass der beurkundende Notar hier Hilfestellung bietet ist falsch. Eine unabhängige Verbraucherberatung kann der Notar nicht leisten.

Prüfen Sie ob Ihr Bauträger seriös arbeitet

Es gibt fast keine größere Katastrophe, als auf einen unseriösen Bauträger hereinzufallen. Machen Sie deshalb unbedingt einen Firmencheck. Bei enem Firmencheck wird die Fachkompetenz und die wirtschaftliche Leistungskraft des zukünftigen Vertragspartners geprüft.  Auch sollte der Bauträger nachweisen, dass er Eigentümer des Baugrundstückes ist. Die Rechte des zukünftigen Hausbesitzers / Käufer sollten durch eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch gesichert werden. Selbstverständlich sollten die Baugenehmigung und die Abgeschlossenheitsbescheinigung vor  Vertragsabschluss nachgewiesen werden können.

Achten Sie auf eine ausreichende Beschreibung  der Bauverpflichtung, Bau- und Leistungsbeschreibung, Lageplan und Baupläne. Wenn Sie Abschlagszahlungen vor der mängelfreien Übergabe des Objektes leisten sollen, haben Sie ein erhöhtes Risiko während der Bauphase. Sichern Sie sich hier unter Umständen durch eine Vertragsverfüllungsbürgschaft seitens des Bauträgers ab.

Aufgrund der Komplexität der Bauträgerverträge sollten Sie den Vertrag immer durch einen Anwalt überprüfen lassen. Häufig fehlen in den Verträgen verbindliche Aussagen zum Baubeginn, Fertigstellungsterminen, Bauzeit. Auch wenn Sie Sonderwünsche vereinbart haben, müssen diese im Vertrag aufgenommen sein.

Nutzen Sie hier die Hilfe von Anwälten oder Verbraucherschutzverbänden, damit Ihr Traum vom eigenen Haus nicht zum Albtraum wird …

Eine gute Buchempfehlung für jeden Bauherren finden Sie hier:

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