Die Hälfte aller Winter-Neubauten ist von Schimmel betroffen

Das ergab eine Umfrage des „Verbandes privater Bauherren“ VPB.  Die Hauptursache ist die zunehmende Anzahl von Winterbaustellen, die nicht ausreichend betreut werden. Das Hauptproblem auf den Winterbaustellen ist die Feuchtigkeit. Die durch Estrich und Putz entstandene Feuchtigkeit kann nur entweichen, wenn kontinuierlich geheizt und gelüftet wird.

Doch viele Neubauten haben in dieser Bauphase noch keine Heizung und müßten dann elektrisch beheizt werden. Doch aus Kostengründen wird darauf häufig verzichtet.

Ein weitere Ursache ist laut dem Verband VPB eine nicht vollzogene Trennung von kühlen und beheizten Bereichen. So steht zum Beispiel die Lucke zum unausgebauten und ungedämmten Dachgeschoss häufig offen, während im Geschoss darunter geheizt wird, weil dieser Bereich bereits verputzt ist. Dadurch zieht die Feuchtigkeit wie in einem Kamin nach oben, dieses kann im Dachgeschoss zu massiven Schimmelbefall führen, so dass ein Austausch von Dachbalken erforderlich ist.

Was sollte man tun? Das Treppenloch zum unausgebauten Dachgeschoss sollte vor dem Ausbau geschlossen werden. Nur so kann die Feuchtigkeit aus Putz und Estrich nicht ins Dach ziehen, sondern über die Fenster entlüftet werden.

Was tun, wenn  Dach und Fenster nicht bis zum Wintereinbruch fertig sind?

Das Mauerwerk muss vor Regen und Frost geschützt werden. Mauerwerkskronen sollten mit Folie abgeklebt werden. So können Korrosionen durch gefrorenes Wasser vermieden werden. Durchbrüche und Treppenauschnitte vor dem Wintereinbruch abdichten, damit kein Wasser ins Haus und in den Keller laufen kann. Nur so kann die Schimmelbildung verhindert werden.

Die Ideallösung ist ein festes Notdach, doch darauf wird aus Kostengründen meistens verzichtet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code