Bausparen sinnvoll? Es kommt auf Ihre Wünsche und Ziele an …

Beim Thema Bausparen treffen Befürworter und Gegner immer aufeinander. Schauen wir uns jetzt einfach einmal die Argumente der Gegner und Befürworter an …

Nachteile des Bausparens – Argumente der  Bauspar-Gegner:

  • Gebühren beim Abschluss des Vertrages, laufende Gebühren z. B. Kontoführungsgebühren, Darlehensgebühren für die Bereitstellung des Bauspardarlehens, Gebühren für die Kundenzeitschrift.
  • Niedrige Verzinsung des Bausparguthabens
  • Unterschiedlich lange Zuteilungsfristen
  • Kein fester Zuteilungsanspruch
  • Gegebenenfalls hohe monatliche Belastung wegen der kurzen Tilgungsdauer
  • Hohe Marktzinsen für die Vorfinanzierung der Mindestsparsumme
  • Schlechte Transparenz, Berechnung der tatsächlichen Kosten ist aufwendig.

Vorteile des Bausparens – Argumente der Bauspar-Befürworter:

  • Niedrige Darlehenszinsen für das spätere Bauspardarlehen, fest für die gesamte Vertragslaufzeit. Dadurch Unabhängigkeit vom aktuellen Kapitalmarkt und kein Zinsänderungsrisiko.
  • Kein Kursrisiko für das angesparte Kapital, wie z. B. bei Aktien, Investmentfonds oder Anleihen.
  • Hohe Flexibilität bei der Rückzahlung des Bauspardarlehens, Sondertilgungen sind bis zu 100 % der Darlehenssumme möglich, deshalb entfällt die Berechnung eines Vorfälligkeitsentgeltes.
  • Staatliche Förderung der Bausparleistungen
  • Ein Bauspardarlehen kann an der zweiten Rangstelle im Grundbuch abgesichert werden, somit verbilligt sich das Bankdarlehen für die erste Rangstelle.

Wer die Argumente der Bauspar-Befürworter und –Gegner jetzt liest, wird sich die Augen reiben und fragen:

Was bedeutet das jetzt für mich? Ist Bausparen sinnvoll oder nicht?

Bausparen sinnvoll? Welcher Bausparvertrag, welcher Bauspartarif ist geeignet?Haben Sie es erkannt? Mit Verallgemeinerungen können Sie keine Entscheidung dafür oder dagegen treffen. Entscheidend sind Sie, Ihre persönlichen Wünsche und Ziele.

Was die Gebühren und Kosten angeht, die unterscheiden sich von Bausparkasse zu Bausparkasse. Auch eine Kundenzeitschrift braucht man nicht zu beziehen. Um eine Transparenz herzustellen, muss der jeweilige Berater rechnen können und geeignete „Werkzeuge“ einsetzen. Auch setzt es voraus, das der Berater unabhängig berät, das heißt nicht nur für einen Anbieter tätig ist.

Fazit: Eine allgemeingültige Aussage – Bausparen ist sinnvoll / nicht sinnvoll, Bausparen ist gut / ist schlecht,  gibt es nicht.

Wer Testberichte, z. B. in Finanztest vergleicht, wird immer feststellen, dass bei den Tests immer eine ganz bestimmte Ausgangslage als Grundvoraussetzung gewählt wird. Deshalb sind die Ergebnisse auch immer nur für Situationen vergleichbar, die analog der Testsituation sind.

Fazit: Es kommt immer auf den Einzelfall, den Zeitpunkt, das (Bau-)Sparziel und ihre persönliche Situation an.

Es gibt einen allgemeingültigen Grundsatz in der Immobilienfinanzierung:

Egal welches Finanzierungsmodell Sie wählen, es gibt kein „Richtig“ und „Falsch“.

Eine Finanzierung muss genau auf Ihre Wünsche und Ziele zugeschnitten sein. Das Finanzierungskonzept muss passen wie ein „Maßanzug“. Wenn Ihre Wünsche und Ziele berücksichtigt werden, kann es sein, dass bei Ihnen die Bausparvariante ideal ist, bei einem anderen Kunden ist die Bausparvariante unpassend.  Das heißt im Klartext: ob ein Bausparvertrag richtig oder falsch ist, hängt von Ihren Wünschen und Zielen ab.

Eine persönliche, unabhängige und kompetente Beratung ist die Grundlage für ein individuelles Finanzierungskonzept.

Als Erstes sollten Sie klären:

Was ist Ihr Sparziel? Wofür wollen Sie den Bausparvertrag nutzen?

Die Sparvariante – Ziel Zinsertrag ohne Kursschwankungen

Sie wollen das Kursrisiko bei der Geldanlage ausschalten? Hier gibt es, je nach Bausparkasse, unterschiedliche Gestaltungen von höheren Guthabenzinsen, Bonuszahlungen und ganz oder teilweise Rückerstattung der Abschlussgebühren.

Die Finanzierungsvariante – sofort oder später

Nutzen Sie den Bausparvertrag als Finanzierungsvariante? Sofort oder später? Als Zinssicherungsinstrument, um eine Zinssicherheit für die Anschlussfinanzierung in 5, 8 oder 10 Jahren zu erreichen? Wollen Sie schnell tilgen? Wie hoch darf die Tilgungsrate sein? Wo liegt das aktuelle Zinsniveau und wie wird es nach Ablauf der Zinsbindung aussehen? Das sind alles Punkte, die vorher bei der Finanzierungsvariante geklärt werden müssen.

Sie sind noch unentschlossen …

Sind Sie noch unentschlossen und wollen den Bausparvertrag dazu nutzen, um Eigenkapital für einen eventuellen späteren Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie nutzen? Dann sollte man hier schauen, welche Möglichkeiten des Tarifwechsels gibt es? Wer den Bausparvertrag später zur Finanzierung im Rahmen der Baufinanzierung einsetzt, hat ein Interesse an einem günstigen Darlehenszins.

Falls später doch keine Immobilie gekauft wird, möchte man eine möglichst hohe Verzinsung für das angesparte Kapital erhalten. Hier brauchen Sie eine flexible Lösung.

Für jede hier oben aufgeführte Aussage müssen die Bauspartarife unterschiedlich gestaltet sein. Denn die Zielsetzung ist bei jedem dieser aufgeführten Punkte eine andere.

Um die richtige Entscheidung treffen zu können, benötigen Sie  Vergleichsmöglichkeiten …

Es gibt derzeit rund 9 große Bausparkassen und zusätzlich die Landesbausparkassen der einzelnen Länder (LBS).

Rund 64 Bauspartarife und über 70 Tarifmodelle

Sie haben dann die Qual der Wahl – aus über 64 Bauspar-Tarifen. Wenn Sie den Bausparvertrag als Finanzierungsmodul einsetzen wollen, steht Ihnen das Angebot von über 70 Tarifmodellen gegenüber.

Durch unabhängige Beratung sparen Sie Zeit und erhalten einen genauen Überblick.

Bausparen sinnvoll? Welcher Bauspartarif ist für mich geeignet?Für den Kunden wird es ganz schnell ein Vergleichsmarathon, verbunden mit einem enormen Zeitaufwand und schwierigen Vergleich der einzelnen Bauspartarife.

Hier die richtige Entscheidung für sich zu treffen, welche Bausparkasse und welcher Tarif ist für mich persönlich ideal ist nicht einfach. Auch möchte man ja eine ehrliche Aussage erhalten, ob vielleicht das Thema Bausparen für die eigene Situation passt oder nicht passt.

Diese Aussage erhalten Sie nur durch eine unabhängige Beratung.

Um Ihnen hier den Überblick zu verschaffen, arbeitet Hypokontor Hans Dittmer als unabhängiger Berater mit einer Vielzahl von Bausparkassen zusammen. Genauso wie bei der Immobilienfinanzierung suchen wir für Sie die passende Tarifvariante.

Wenn Sie einen Bausparvertrag als Finanzierungsvariante einsetzen wollen, vergleichen wir genau, ob der Einsatz eines Bausparvertrages für Sie vorteilhaft ist, oder ob eine Finanzierung mit einer längeren Zinsbindung nicht am Ende günstiger für Sie ist.

Sie haben noch Fragen oder wünschen weitere Informationen?

Dann rufen Sie, Herrn Dittmer, einfach unter 040-39 87 41 42 an , senden eine Nachricht oder vereinbaren einen unverbindlichen Beratungstermin.

Weitere Informationen zum Thema Bausparen  finden Sie auch auf „perfekt-bausparen.de“.

21. Juni 2010 · Kommentieren · Kategorien: Kauf einer bestehenden Immobilie, Neubau, Ratgeber Baufinanzierung - Hausfinanzierung - Immobilienfinanzierung, Steuertipps rund um die Immobilienfinanzierung · Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kapitalanlage: Die Immobilie als Anlageobjekt, Altersvorsorge oder Renditeobjekt

Sie kennen die Werbeaussagen sicherlich: Die Immobilie als sichere Altersvorsorge, sichere Rendite mit Immobilien, Inflationsschutz durch Immobilien, Steuern sparen durch Immobilieninvestition …

Was ist dran an diesen Aussagen und was ist zu beachten?

Die Grundanforderungen müssen stimmen. Das ist die Lage der Immobilie, die Größe und der Zustand der Immobilie, die Bewirtschaftungskosten, die Finanzierung muß auf Dauer bezahlbar sein und schuldenfrei zum Rentenalter.

Das häufigste Argument für eine Immobilieninvestition als Kapitalanlage sind die möglichen Steuerersparnisse. Je höher das zuversteuernde Einkommen, desto höher können die Steuervorteile sein.

Bei einer Finanzierung vermieteter Objekte können die Zinsen als Werbungskosten und die Renovierungskosten als Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig sein.

Aber aufgepasst: Steuern sparen kann oft mehr kosten als es einbringt.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Herr und Frau B. aus H., verheiratet, sind Spitzenverdiener und möchten eine vermietete Eigentumswohnung kaufen. Sie können die Wohnung auch komplett aus ihrem Eigenkapital bezahlen. Die Jahresnettokaltmiete beträgt 4.500 Euro pro Jahr.

Die Frage: Sollen Herr und Frau B. jetzt das Eigenkapital zum Kauf der Wohnung einsetzen oder lieber die Wohnung finanzieren und so die „Steuervorteile“ nutzen?

Variante 1 – Die Wohnung wird aus dem Eigenkapital bezahlt. Die Mieteinnahme wird angespart. Der Zinsertrag hieraus beträgt 1,50 % p.a. nach Steuer.

Variante 2 – Die Wohnung wird über einen Kredit in Höhe von 100.000 Euro finanziert. Sollzinssatz 4,50 % p.a.. Das vorhandene Kapital wird mit 1,50 % p.a. nach Steuer verzinst.

Die Investitionsvarianten in der Gegenüberstellung

  Variante 1
ohne Kreditfinanzierung für die vermietete ETW  – Ansparung
der Mieteinnahme zu 1,50 % p.a.
Variante 2
Darlehen 100.000,00 € zu 4,5% Zinsen p.a..Ihr Kapital legen sie zu 1,5 % p.a. an.
Sollzins 0,00 – 4.500,00
Steuerersparnis 0,00 + 2.025,00
     
Sparbetrag + 4.500,00 0,00
Guthabenzins + 67,50 + 1.500,00
Zinsabschlagsteuer 0,00 0,00
Steuer auf Mieteinnahmen 4.500,00 – 2.025,00  
Ergebnis In EURO nach einem  Jahr + 2.542,50 – 975,00

 

Ergebnis: Herr und Frau B. stehen sich besser, wenn sie die Wohnung aus eigenen Mitteln finanzieren. Der Vorteil im ersten Jahr beträgt 3,517,50 Euro.

  • Eine Kreditfinanzierung würde sich lohnen, wenn das Eigenkapital eine garantierte Mindestrendite von 8,70 % p.a. erzielt.
  • Damit ist es leicht zu erkennen, das derjenige, der ein geringeres Einkommen hat, sich steuerlich noch schlechter stellt.
  • Wer sich jetzt bei der Kreditfinanzierung für eine Tilgungsaussetzung entscheidet und als Tilgungsersatz einen vorfinanzierten Bausparvertrag einsetzt, muss die Bausparguthabenzinsen sofort und ohne Freibetrag als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung versteuern.

Unabhängig davon, ob die Immobilie über Kredit oder Eigenkapital finanziert wird, können Vermieter ihre Steuerschuld durch die prozentuale Gebäudeabschreibung (AfA) reduzieren. Hier hat man statt Schulden einen echten Gegenwert für sein Geld, die Immobilie.

Vorteile der Immobilie:

Eine eigengenutzte Immobilie kann unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei an nahe Angehörige (Ehepartner, Kinder) vererbt werden.

Woran sollten Sie jetzt, je nach Art der Immobiliennutzung, denken?

  • Der Immoblienmarkt ist stetig im Wandel
  • Wer soll die Immobile betreuen, wenn Sie es selber tun, können Sie die Immobile ohne großen Zeitaufwand besichtigen und betreuen?
  • Welche Ziele verfolgen Sie mit der Immobilieninvestition, Rendite, mittelfristige Haltedauer, langfristige Anlage?
  • Kann ich die Immobilie gegebenenfalls selbst nutzen / mit benutzen?
  • Lässt sich die Immobilie bei einer Änderung der persönlichen Verhältnisse schnell und ohne Wertverlust wieder verkaufen?
  • Wie hoch ist die Netto-Mietrendite und wie rechnet man diese aus?
  • Wie hoch ist das Vermietungsrisiko / Mietausfallrisiko (Mietnomaden)?
  • Mit welchen Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwand ist zu rechnen?
  • Welche Mietentwicklung ist dauerhaft zu erwarten?
  • Wie findet man den richtigen Mieter?
  • Wie sieht die Wirtschaftlichkeit der Immobilie aus?
  • Wie sieht die Rendite im Alter?
  • Reicht das Alterseinkommen zum Unterhalt der Immobilie?

Zusammenfassung:

Eine Immobilie kann eine solide und sichere Altersvorsorge sein. Wer jedoch nicht richtig plant und handelt, für den kann die Investition zum Albtraum werden, im schlimmsten Fall der finanzielle Ruin.

Gering- und Durchschnittsverdienern wird oft eingeredet, vermietete Immobilien könnten aus Steuerersparnissen und Mieteinnahmen ein Vermögen für die Altersvorsorge aufbauen. Das ist leider häufig ein folgenschwerer Irrtum.

Nicht wenige Menschen haben solch einen Immobilienerwerb schon teuer mit Geld, Gesundheit und teilweise leider auch schon mit ihrem Leben bezahlt.

Gegen den Erwerb einer Immobilie spricht:

Wenn sie die Immobilie sich im Rentenalter nicht mehr leisten können. Auch wenn die Immobilie im Rentenalter abgezahlt ist. Sie müssen dann weiterhin den Unterhalt und die Nebenkosten tragen können.  Lässt es Ihre zukünftige Situation zu, dass Sie dann auch die anfallenden Reparaturen, z. B. Heizung, Außenanstrich, Fenster, Dach usw. tragen können. Wenn nicht, sind Sie gezwungen hierfür später neue Kredite aufzunehmen. Die Belastung aus Zins und Tilgung reduzieren dann wieder Ihr Haushaltsbudget.

Für den Erwerb einer Immobilie spricht:

Eine Immobilie ist eine Sachwertanlage. Als Eigennutzer genießen Sie Kündigungsschutz und Wegfall der Mietzahlungen, einen emotionalen Wert. Die Immobilie ist vermietbar, vererbbar, Immobilienrente.

Fazit:

Wer rechtzeitig plant, abwägt und vorausschauend handelt, wird mit Sicherheit viel Freude mit seiner Immobilie haben.

Wer die vermietete Immobilie als Zusatz-Rente richtig plant und durchdenkt, wird auch hier ein sicheres und transparentes System nutzen können.

Lassen Sie sich fachmännisch beraten…

Worum geht es? Mit einer Immoblieninvestition wollen Sie Ihren Lebensstandart im Alter absichern. Riskieren Sie die Zielerreichung nicht durch den Einsatz „falscher Helfer“!

Pauschalkriterien, einseitige Betrachtungen des Vorhabens genügen nicht den Anforderungen. Es gibt eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Der Berater benötigt entsprechendes Fachwissen und Kenntnisse und Erfahrung.

In einigen Fällen ist es sinnvoll für einige Teilbereiche Spezialisten mit ins Boot zu holen. Z. B. einen Steuerberater, einen Immobilienmanager, einen Rechtanwalt.

Sprechen Sie uns an…

Von uns dürfen Sie mehr erwarten als von Produktverkäufern: Wir sind an keine Bank gebunden, neutral und auf Ihrer Seite.

Rufen Sie uns an unter 040.39 87 41 42 oder nutzen Sie unseren Rückruf-Service.

Sie können aber auch gleich hier Ihren persönlichen Beratungstermin vereinbaren. Entweder als Online-Beratung oder in unserem Büro in Hamburg.