17. Februar 2011 · Kommentieren · Kategorien: Anschlussfinanzierung - Umschuldung, Anschlussfinanzierung - Zinssicherung, Besondere Immobilien-Finanzierungsprodukte, Kauf einer bestehenden Immobilie, Neubau, Ratgeber Baufinanzierung - Hausfinanzierung - Immobilienfinanzierung, Steuertipps rund um die Immobilienfinanzierung · Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Das schöne Immobilien-Steuersparmodell: Immobiliendarlehen ohne Tilgung, als Tilgungsersatz eine Lebensversicherung ansparen… – das schöne Modell entwickelt sich zur Zeitbombe.

Was waren das für Zeiten: Man kaufte eine vermietete Eigentumswohnung. Die Immobilienfinanzierung wurde ohne laufende Tilgung vereinbart. Man hält ja so die Zinsbelastung konstant und kann die Zinsen voll als Kosten bei der Steuer geltend machen. Als Tilgungsersatz wurde eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen und angespart.  In 25 bis 30 Jahren, wenn die Laufzeit der Lebensversicherung beendet ist, sollte das Darlehen dann vollständig durch die Auszahlung der Versicherungssumme und der Gewinnanteile abgedeckt werden. Prognostiziert wurden gerne Renditen von 6 bis 7 %.

Die Wirklichkeit sieht heute leider anders aus: Die Renditen der Kapitallebensversicherungen sind im Sinkflug

Wer vor 10, 15 oder 20 Jahren sich für so ein „Renditemodell“ entschieden hat tut gut daran, sich die jährlichen Mitteilungen über die tatsächliche Ertragsentwicklung seiner Kapitallebensversicherung genauer anzusehen. Der Grund: Die Auszahlungssumme reicht in vielen Fällen nicht mehr aus,  die Immobilienfinanzierung vollständig  abzulösen.

Folgende Fragen sollte man sich stellen:

  • Wie hoch ist der aktuelle Rückkaufswert der Lebensversicherung heute?
  • Wie hat sich der Rückkaufswert in den letzten Jahren entwickelt?
  • Wie hoch ist die derzeit garantierte Ablaufleistung?
  • Wie hoch ist die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag der Lebensversicherung und Restschuld des Darlehens?
  • Wie kann die Differenz zum Zeitpunkt der Fälligkeit abgedeckt werden?

Was ist zu tun?

Auf jeden Fall sollte man jetzt reagieren, wenn man den Fehlbetrag nicht anderweitig abdecken kann. Hier gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Die Lösungen hängen zum einen von dem ursprünglich anvisierten Tilgungstermin ab und ob man auch mit einer möglichen Darlehenslaufzeit über diesen Termin hinaus leben kann.

Ein weitere Frage die man sich beantworten muß ist die, wie sinnvoll ist die Fortführung dieses Modell’s? Sollte man das Darlehen auf eine Tilgungsvariante umstellen? Ist es sinnvoll die Lebensversicherung weiter zu besparen? Soll man Sie ruhen lassen oder vorzeitig auflösen?

Viele Punkte die geklärt werden müssen.  Wir unterstützen Sie gerne bei der Entscheidung und zeigen Ihnen die für Sie geeigneten Lösungsmöglichkeiten auf.  Rufen Sie Hans Dittmer einfach an unter 040.39 87 41 42, senden ihm eine Nachricht oder vereinbaren Sie hier direkt einen Termin.  Das Kennenlern-/Informationsgespräch ist kostenfrei.