EZB-Leitzins seit Mai 2013 auf Rekordtief – Auswirkungen auf Kreditzinsen?

Am 2. Mai 2013 erfolgte die EZB-Leitzinssenkung auf einen historischen Tiefstand: 0,50 Prozent. So niedrig war der Leitzins seit dem Bestehen der EZB noch nie.

Dieser niedrige Leitzins sorgt dafür, dass die Kreditzinsen sich auf niedrigem Niveau halten. Für die Sparer bedeutet dieser niedrige Leitzins aber auch eine niedrige Verzinsung für Spareinlagen.

Was bewirken Leitzinsen?

Leitzinsen geben an, unter welchen Bedingungen sich Kreditinstitute bei Noten- und Zentralbanken Geld leihen können. Genau deshalb ist der Leitzins ein Steuerungsinstrument für Währungshüter. Mit dem Leitzins kann man wirtschaftliche Entwicklungen steuern, zum Beispiel um die Inflation einzudämmen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

 

07. April 2011 · Kommentieren · Kategorien: Anschlussfinanzierung - Zinssicherung, Ratgeber Baufinanzierung - Hausfinanzierung - Immobilienfinanzierung, Zinsentwicklung-Zinsprognosen_Zinstrend · Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Heute hat die EZB zum ersten Mal nach rund drei Jahren die Leitzinsen von derzeit 1,0 % auf 1,25 % erhöht.

Den Leitzins müssen Banken zahlen, wenn sie sich von der EZB Geld leihen. Um die negativen Auswirkungen der Finanzkrise abzufedern, wurde der Zins seinerzeit auf den historischen Tiefstand von 1,0 % abgesenkt. Auf Grund der anhaltenden Sorge um die Inflation und Preisstabilität innerhalb der EU wurde jetzt der Leitzins auf 1,25 % erhöht.

Ein höhere Zins soll die Inflation dämpfen, weil er Kredite verteuert und somit unaktraktiver macht. Hierdurch soll weniger Geld dem Markt zur Verfügung gestellt werden.

Wer ist betroffen?

Dispokredite werden teuerer. Die Banken werden die Zinserhöhung an die Kunden weitergeben. Kunden die Festgeld- und Tagesgeldkonten unterhalten werden profitieren. Auch die zukünftigen Bauherren und Immobilienbesitzer trifft diese Entscheidung negativ. Baufinanzierungen und Immobilienfinanzierungen werden sich verteuern.

Die Kapitalanleger wird’s freuen – Immobilienbesitzer müssen jetzt handeln …

Was bedeutet das für Immobilenbesitzer, Bauherren und Hauskäufer?

Immobilienbesitzer mit laufender Finanzierung sollten jetzt die Zinsen sichern

Bestehende Finanzierungen, deren Zinsbindung in bis zu fünf Jahren abläuft, können jetzt mit einem Forwarddarlehen neu festgeschrieben werden und so auf dem aktuell niedrigen Zinsniveau gesichert werden.  Diese Entscheidung sollte man nicht mehr auf die lange Bank schieben.

Hauskäufer und Bauherren sollten jetzt zeitnah eine Entscheidung treffen

Wer das aktuell niedrige Zinsniveau noch nutzen möchte, sollte jetzt zeitnah eine Entscheidung treffen. Wer das Risiko der steigenden Zinsen verringern will, entscheidet sich für lange Zinsbindungen. Es sind Zinsbindungen von 15 Jahren, 20 Jahren und länger möglich. Der Vorteil: Bei Zinsbindung die länger als 10 Jahre vereinbart wurden, ist eine spätere Kündigung ab den 10. Jahr nach Vollauszahlung möglich.

Das bedeutet: Wer sich für die Zinssicherheit entschieden hat, kann bei einem niedrigeren Zinsniveau in 10 Jahren oder später, ohne zusätzliche Kosten aus der bestehenden Finanzierung aussteigen und eine neue Zinsfestschreibung vereinbaren.

Marktbeobachter rechnen mit weiteren schrittweisen Erhöhungen des Leitzinses

Der jetzt leichte Anstieg des Leitzinses deutet eher auf eine schrittweise Anhebung des Zinses hin. Marktbeobachter rechnen mit einem Satz der Anfang 2012 schon die 2,5 % erreicht haben könnte. Für die Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung bedeutet das, dass sich die Zinssätze eher weiter erhöhen werden als das sie wieder sinken.

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Sie haben Fragen oder wünschen weitere Informationen zum Thema Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung? Dann senden Sie uns hier eine Nachricht.



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