Vermieter in Hamburg: Meldepflicht für leere Wohnungen ab 2013

Die Wohnungsnot in Hamburg verschärft die Bedingungen für Vermieter. Der Senat will das  Gesetz verschärfen.  Es sind nur noch drei Monate Leerstand  erlaubt. Die Eigentümer müssen bei Verstößen mit  einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro rechnen.

Was bedeutet das jetzt im Einzelnen für Eigentümer und Vermieter von Wohnungen in Hamburg?

Der Senat verschärft das  Hamburgische Wohnraumschutzgesetz. Die Dauer des erlaubten Leerstandes von Wohnungen wird von sechs auf drei Monate verkürzt.  Zusätzlich müssen Wohnungen ab dem ersten Tag des Leerstandes den Bezirksämtern gemeldet werden.

Zusätzlich will die Stadt gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum als Ferienwohnungen vorgehen.

Ganz neu wird die Pflicht zur Zwischenvermietung bei geplanten Um- und Neubaumaßnahmen eingeführt. Für Eigentümer, die Wohnhäuser umbauen oder sanieren wollen, bedeutet das, das Sie jetzt nicht mehr warten dürfen bis der letzte Mieter aus dem Objekt ausgezogen ist. Sie müssen jetzt die Wohnungen befristet bis zum Zeitpunkt der Baumaßnahme vermieten. An diese Bedingung wird künftig auch die Genehmigung der Baumaßnahme geknüpft.

Diesem Senatsbeschluss muss die Bürgerschaft noch zustimmen.  Die Abstimmung soll noch in diesem Jahr erfolgen, so dass die verschärften Vorschriften ab Anfang 2013 gelten.

 

 

1 Kommentar

  1. Gruss aus Hamburg.

    Hier treibt das Wohnraumschutzgesetz mit dem Ursprungsjahr 1938 seltsame Blueten.

    Mein Sohn hat von mir eine Wohnung ueberschrieben bekommen. Nun studiert er im Ausland und wollte seine Wohnung aber nutzen, wenn er mich und seine Geschwister hier in Hamburg besucht. Daher vermietete er als Ferienwohnung.

    Jedoch das hat ihm die Stadt Hamburg verboten. Mein Sohn muss mindestens fuer ein Jahr vermieten, darf aber auch die Wohnung nicht leer stehen lassen.

    Fuer ihn und uns bedeutet das, dass er bei Besuchen aus dem Ausland ein Hotel in Hamburg nehmen muss – obwohl er doch Wohnungsbesitzer ist.

    Auch wenn er sein Auslandstudium vorzeitig beendet, ist er in Hamburg quasi obdachlos. Und dass als Immobilienbesitzer.

    Die staedtische Beamtin Weithoener vom Bezirksamt Hamburg-Harburg sagte ihm doch tatsaechlich: „Studieren Sie doch nicht im Ausland und wohnen Sie selber in Ihrer Wohnung, dann muessen Sie nicht vermieten.“

    Aber es geht noch irrer: Ein Kindergarten, obwohl er schon die Raeume im Erdgeschoss nutzte, durfte nicht sich auf die 1. Etage vergroessern in Hamburg. Denn die Kinder wuerden die Wohnung ZWECKENTFREMDEN.

    Dem Kindergarten wurde geraten, sich Raeume im Industriegebiet am Rande Hamburgs zu suchen.

    Diese und anderes nachzulesen auf http://www.hamburg-wohnung.info

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